Der Abschied fiel mir komischerweise viiiiiieeeel leichter, als ich es erwartet hätte. Ich hab eigentlich mit Sturzbächen von Tränen meinerseits gerechnet, aber nix war. Irgendwer hat mir da was in den Apfelsaft geschüttet gehabt, glaub ich. Mit rechten Dingen ist das auf jeden Fall nicht zugegangen. Aber umso besser. Und hey: schließlich wollte ich nach Amerika fahren! Nach AMERIKA!!! Der Flug von Bremen nach Frankfurt hat nur 45 Minuten gedauert. Kaum oben, schon wieder unten. Und sehen konnte man wegen dunkel auch nix. Na ja. Nach der Landung mussten wir dann in einen Bus einsteigen und sind erstmal 10 Minuten zum Terminal gefahren. Wow, ist das da ein riesiger Flughafen. Wie groß wirklich, haben wir dann auch während unseres 5-stündigen Aufenthalts erfahren, denn wir sind im Grund 5 Stunden am Stück rumgelaufen ... und nirgends angekommen, weil sich der Frankfurter Flughafen, glaube ich, stetig ausdehnt wie das Weltall. Die haben da sogar Hugo Boss-Läden drin. Und Rolltreppen, damit man nicht so viel laufen muss.
Im Flugzeug wurden dann zwei Formulare an die nicht-amerikanischen Passagiere ausgeteilt, auf denen man Angaben über sich selbst und seine zu verzollenden Mitbringsel machen musste. Man darf dort keinen einzigen Schreibfehler machen, sondern muss immer ein neues Formular ausfüllen. Währenddessen lief ein Filmchen, in dem erklärt wurde, wie man die Zettelchen auszufüllen hat und was einen erwartet, wenn man am Flughafen in Atlanta ankommt.
Eine Stunde vor der geplanten Ankunft hat der Pilot dann schon den Anflug auf Atlanta angekündigt - was aber nicht hieß, dass er auch wirklich gleich gelandet ist. Der Anflug dauert schonmal ne knappe Stunde, weswegen wir dann doch nicht so verfrüht ankamen, wie zuerst vermutet. Nach der Ankunft mussten wir als erstes zu dem gefürchteten Immigration-Officer. Über den gibt es noch schlimmere Schauermärchen als über die Botschaft. Der Officer stellt ganz böse Fragen, die man am besten schon zu Hause zu beantworten übt. Wie das Programm heisst, an dem man teilnimmt, was man in den USA überhaupt will und so weiter. Es gibt sogar spezielle Seiten im Internet, auf denen erklärt ist, wie man sich am besten bei der Immigration verhält und ... achtung: welche Kleidung man am besten anzieht!! Witzchen darf man natürlich auch nicht machen, denn wenn dem Officer irgendwas nicht passt und er einem die Einreise verweigert, kann man gleich wieder nach Hause fliegen. Von mir wollte er aber bis auf, was ich an zu verzollenden Dingen mitbringe, nix wissen. Er hat mich, nachdem er alles mögliche ge- und unterschrieben hat, mit einem halb-netten "Enjoy!" verabschiedet. Sascha natürlich auch, schließlich sitzt der gerade ein paar Meter weiter. ;o) Danach mussten wir zum Baggage Claim und unser Gepäck einsammeln. Wir sind schon leicht in Panik geraten, weil Saschas Koffer NATÜRLICH ganz zum Schluss kamen. Danach mussten wir es gleich wieder aufgeben. Je nachdem, ob man weiterfliegt, oder Atlanta die final destination ist, muss man es an unterschiedlichen Stellen wieder aufgeben. Ja, auch die, die in Atlanta bleiben wollen, denn der Flughafen ist so unfassbar groß (der größte der Welt, was das Passieraufkommen betrifft), dass die da nicht wollen, dass jeder dort mit seinem Gepäck rumrennt und die Gänge verstopft. Deswegen gibt man es wieder auf, fährt mit der U-Bahn (!!!) vom Ankunftsterminal zum Hauptterminal und kann dort dann wieder sein Gepäck einsammeln. Wir mussten tatsächlich eine halbe Stunde auf unsere Koffer warten, was mir besonders unangenehm war, weil unser Abholservice (Serdar und Kumpane ... hab leider seinen Namen vergessen) die ganze Zeit mit uns warten mussten. Nach einer halben Ewigkeit konnten wir dann endlich den Flughafen verlassen und ... AMERIKA!! Amerikanische Autos! Hammer!
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