Der Campus hier ist riiiiieeesig, und ohne Map wären wir echt aufgeschmissen. ... Ok, ICH wäre aufgeschmissen. Eigentlich bin ich auch mit Map aufgeschmissen, denn wie vielleicht der ein oder andere weiss, habe ich nicht den Hauch eines Orientierungssinns. Wenn ich aus dem Seminarraum rauskomme, hab ich keine Ahnung, ob ich links, rechts oder geradeaus langgehen muss ..... obwohl ich ne Stunde vorher reingegangen und ja aus irgendeiner Richtung gekommen bin! Sascha führt mich zum Glück immer geduldig von Gebäude zu Gebäude ... aber natürlich nicht, ohne sich zwischendurch über meine Orientierungslosigkeit lustig zu machen. Pfffft!
Hier kommt übrigens JEDER mit dem Auto zur Uni, weswegen der Campus über so viele Parkplätze verfügt wie bestimmt 2 große Einkaufszentren in Deutschland zusammen! Um mal einen klitzekleinen Eindruck davon zu bekommen, bitte Bild angucken (und das ist nur einer von 2947663947 Parkplätzen und ein winzig kleiner Teil vom Campus). Wir fahren immer mit dem Shuttlebus (die einzige öffentliche Personenbeförderung in Carrollton) zur Uni und stehen jeden Tag ewig an der Uni-Kreuzung im Stau. Wenn man es mal wagt, über den
Auffällig ist hier auch, wie sehr die Amerikaner von sich und ihrem Land und allem, was innerhalb dessen passiert, überzeugt sind. So hat Mr. Drammeh uns zum Beispiel schon mehrfach erzählt, dass die Amis nur im Irak wären, um Promotion für die Demokratie zu machen .......... ääääähm .......... ach so?! Und im Kurs "Globalization" mussten wir gleich beim ersten Mal einen Text lesen, in dem es seitenweise nur hieß, dass Amerika der Nabel der Welt ist und alle anderen Staaten das akzeptieren und sich um Amerika herum ansiedeln müssen. Ich wiederhole: der Kurs heisst GLOBALIZATION! Bedeutet für mich eigentlich, dass alle Länder zusammenrücken ... und nicht, dass alles zu Amerika rückt.
Diese Selbstverliebtheit löst bei mir schon oft mal fassungsloses Kopfschütteln aus. Und Sascha meint sowieso, dass Amerika sich irgendwann nochmal ganz gewaltig wundern wird ... aber der weiss da eh viel mehr drüber als ich. Ich habe heute schon gesagt, dass ich die 4 Monate, die wir hier sind, wahrscheinlich mehr durch ihn als durch die Uni lerne. *hihi* Vom Niveau hier ist es, wie gesagt, wirklich teilweise ein wenig lächerlich. Die nehmen hier Sachen durch und auf eine Art, wie ich sie und die ich in der 10. Klasse gehört habe.
Ebenfalls auffällig ist, dass sich die Leute hier viel mehr mit ihrer Uni identifizieren als in Deutschland. Hier hat so gut wie jeder ein T-Shirt oder einen Pulli mit dem Uninamen als Aufdruck drauf an oder eine entsprechende Tasche oder einen Rucksack dabei. Ausserdem komme ich mir an der Uni vom Kleidungsstil her vor, als würde ich geradewegs in die Oper gehen wollen. Hier ist kaum jemand irgendwie zurechtgemacht, und es kommen alle einfach im Schlabberpulli und teilweise auch mit Latschen an. Sowas würde in Deutschland ja gar nicht gehen. Ganz typisch ist auch dieses "Bücher-unterm-Arm-tragen", wie man es aus Filmen kennt. Und die Studenten sind in den Vorlesungen auch viiiiieeeeel ruhiger als in Deutschland. Es reden nie jemand, wenn der Dozent vorne spricht. Ganz schön gruselig. Und es schmiert auch niemand auf die Tische oder saut sonst irgendwie in der Uni rum, wie man es ja aus Deutschland gewöhnt ist. Ich schätze mal, das liegt daran, dass die Studenten hier richtig viele Studiengebühren zahlen. An dieser Uni hier zahlt jeder mindestens 5000 Dollar pro Jahr (was extrem wenig ist), wobei man an amerikanischen Eliteunis wie z.B. Harvard, Stanford oder Yale auch schonmal eben kurz 30.000 Dollar zahlen kann. Das liegt daran, dass sich die Unis fast alle privat finanzieren. Es gibt nur wenige staatlich finanzierte Unis. Die Studenten hier arbeiten fast alle dafür und wissen ihr Studium daher vermutlich viel mehr zu schätzen. Viele Familien sparen schon von der Geburt des Kindes an oder zahlen in extra Lebenversicherungen ein, damit es später einmal die Möglichkeit hat, zu studieren. Für jeden Kurs, den man extra belegen will, zahlt man auch nochmal extra. Auch wenn in Deutschland alle über die Studiengebühren schimpfen (mich eingeschlossen!) ... vieles ist dort, wie gesagt, einfach wirklich besser und einfacher.
Damit man uns glaubt, dass wir auch WIRKLICH studieren:
2 Kommentare:
AAAAAAAAAAahaaaaaaaaaaaaaa, ich habe mich immer über diese scheiß Tische geärgert, die hatten wir nämlich ina OS und da gabs nur welche für Rechtshänder und das war richtig beschissen! ICh wusste garnicht das es auch welche für linkshänder gibt, einfach toll!!!
LG
Anney
ja der tische sind great
hatte das in elementary school aber das gewöhnt du dich irgendwann an die
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